Die gemeinnützige Stiftung Seelsorge ist aktiv für Menschen in Wuppertal – und das seit Jahren auf ungewöhnlichen Wegen. Einmal im Jahr gibt es eine Kunstauktion, seit langem im Lichthof des Barmer Rathauses: vom Original-Dali bis zum Hobbymaler. Die Bilder stammen aus Schenkungen oder wurden der Stiftung von Künstlern in Kommission gegeben. Der Erlös fließt jeweils in ein gemeinnütziges Projekt in der Stadt – die Offene Tür in Ronsdorf, das Hospiz in Dönberg oder den Gefängnisverein für Vohwinkel gehörten in der Vergangenheit dazu. Vorstand und Kuratorium legen fest, welche Einrichtung oder Aktivität unterstützt werden soll.
Nun hat die Stiftung eine neue Partnerschaft geschlossen, die mehr ist als eine logistische Lösung: Die Tafel Wuppertal gGmbH stellt ihr kostenlos Lagerfläche im Gebäude der Tafel zur Verfügung – für Kunstwerke aus Nachlässen und Stücke, die bei der nächsten Auktion auf einen Käufer warten.
Für die Tafel Wuppertal ist diese Unterstützung Ausdruck ihres Selbstverständnisses als sozialer Akteur in der Stadt. Täglich engagieren sich Haupt- und Ehrenamtliche für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, durch die Ausgabe von Lebensmitteln, warme Mahlzeiten und weitere soziale Angebote wie die Kindertafel, den FoodTruck, das MediMobil und dem betrieb eines Sozialkaufhauses. Die Bereitstellung der Lagerflächen ist ein weiterer Beitrag dazu, bürgerschaftliches Engagement in Wuppertal zu stärken und gemeinnützige Initiativen miteinander zu vernetzen.
So verbindet die neue Partnerschaft zwei Organisationen, die auf unterschiedliche Weise Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen. Während die Stiftung Seelsorge mit ihrer Kunstauktion wichtige soziale Projekte finanziert, unterstützt die Tafel diese Arbeit durch die Bereitstellung von Infrastruktur und schafft damit die Grundlage dafür, dass Kunst erneut Gutes bewirken kann.
„Diese Partnerschaft verkörpert, was bürgerschaftliches Engagement leisten kann“, sagt Stiftungsvorstand Pfarrer Dr. Michael Grütering. „Wir teilen nicht nur Platz – wir teilen eine Haltung.“
Auch Torsten Gröll, Vorsitzender der Tafel Wuppertal e.V. , begrüßt die Zusammenarbeit: „Soziale Verantwortung lebt von Kooperationen. Wenn wir mit unseren Möglichkeiten dazu beitragen können, dass weitere gemeinnützige Projekte in unserer Stadt unterstützt werden, dann tun wir das gerne. Wuppertal wird stark durch Menschen und Organisationen, die gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Die Partnerschaft zeigt, wie unterschiedliche Akteure der Stadtgesellschaft ihre Stärken verbinden können, zum Nutzen der Menschen in Wuppertal.