Stiftung Seelsorge

Künstler

Otto Schulze

* 1898
† 1976

Otto Schulze wurde als Sohn des Kunstkritikers und Verlegers Otto Schulze-Köln und dessen Ehefrau Selma Marnitz in Darmstadt geboren. Durch seinen Vater, der Mitte der 1900er Jahre zum Direktor der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Elberfeld berufen wurde, kam er nach Elberfeld. Schulze nahm als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und trat in den 1920er Jahren als expressionistischer Maler hervor. Er wurde 1924 Lehrer für Naturstudium, Malen und Zeichnen und Professor an der Kunstgewerbeschule Elberfeld. In der 1929 gebildeten Stadt Wuppertal erhielt diese Schule – vereinigt mit der Kunstgewerbeschule Barmen – in den 1930er und 1940er Jahren den Namen Meisterschule für das gestaltende Handwerk Wuppertal, später hieß sie Werkkunstschule Wuppertal. Mit Ausnahme des Kriegsdienstes in den Jahren 1939 bis 1945 unterrichtete er bis 1967 an dieser Schule, ehe Jupp Ernst seine Stelle übernahm. Ab 1950 war Schulze im  Ring bergischer Künstler aktiv.

Am 8. Dezember 1932 heiratete er die Künstlerin und Illustratorin Sulamith Wülfing. Seine Frau hatte er im Studium kennengelernt. 1929 gründete er mit ihr einen Kunstverlag. Das Paar erwarb in Wuppertal-Hahnerberg einen bergischen Kotten. In dem aus- und umgebauten Haus wohnten sie mit Sohn und Schwiegermutter. Schulze starb im Alter von fast 78 Jahren in Wuppertal.

Hubert Glaser

* 1952
† 2022

Im Februar 1952 in Leverkusen geboren, absolvierte er nach dem Abitur ein Architekturstudium in Köln und arbeitete einige Jahre als fest angestellter Architekt in Leverkusen. Bereits ab 1976 sammelte er Erfahrungen in der freien Bildhauerei, z.B. bei Albrecht Klauer-Simonis in Weißenseifen/Eifel.
Seit 1984 lebte Hubert Glaser in Passau, wo er seither ausschließlich freiberuflich bildnerisch – künstlerisch tätig war. Glasers Arbeitsschwerpunkte konzentrierten sich hä uRig in der Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen. Glaser starb im Mai 2022. Seine Arbeiten sind – u. a. – österliche Reflexionen und Gedanken zum Leben auf der Suche nach dem inneren Licht – nach sich selbst. In symbolhaften Darstellungen begegnet der Betrachter einer geistigen Wirklichkeit, die schließlich auch auf ein sterbliches und ein unsterbliches ICH verweist. Eine großformatige Malerei mit dem Thema „Ich“ ist Teil des Nachlasses.
Der Künstler arbeitet in Malerei, Linolschnitt, Bildhauerei, Glasmalerei. In Wuppertal sind Glas-Arbeiten des Künstlers im CBT Wohnhaus Edith Stein vorhanden. In Bonn- Bad Godesberg hat er die Kapelle des CBT Wohnhauses Emmaus ausgestaltet. Fotos dieser Fenster sind Teil des Nachlasses.

Foto von Klaus Lemanczyk

Klaus Lemanczyk

* 1948

Klaus Lemanczyk, 1948 in Lübeck geboren, studierte Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Kunst bei Prof. Benno Werth und Prof. Joachim Bandau. 

Ein mehrjähriger Aufenthalt als Entwicklungshelfer in Afghanistan und ausgedehnte Reisen durch Asien, den Vorderen Orient, Nord – und Westafrika sowie Mittelamerika und die Karibik haben seine Malerei bis heute maßgeblich beeinflusst. In zum Teil großformatigen Aquarell – und  Acrylbildern verarbeitet er seine Reiseeindrücke.

Die Weite der Landschaft seiner norddeutschen Heimat, das Meer,das Licht des Nordens und seine Liebe zur Seefahrt haben ihm zusätzliche Impulse für sein künstlerisches Schaffen gegeben. 

In verschiedenen Ausstellungen ( Aachen, Essen, Gevelsberg, Hamburg, Raeren/Belgien, Siegburg, Wuppertal) hat er seine Bilder der Öffentlichkeit präsentiert. 

Neben seiner bildnerischen Tätigkeit hat Klaus Lemanczyk zwei Jahre Schauspielunterricht genommen und ist ausgebildeter Theaterpädagoge.

1995 veröffentlichte er ein Handbuch zum Improvisationstheater in der Schule: Kindertheater – von der Spielidee zur Aufführung. 

Zur Zeit lebt er als freischaffender Künstler in Ostfriesland. 

Odile Liron-Schlechtriemen

* 1953

1953 in Paris geboren,

nach dem Abitur (1972 in Paris), ermutigt durch Alfred Manessier, mit der Malerei begonnen,

seit 1983 in Wuppertal als freischaffende Künstlerin tätig, im Laufe der Tätigkeit ist eine große Produktion entstanden.

Folgende Zyklen sind entstanden: Frühlingsopfer von Igor Strawinski, Alpensymphonie von Richard Strauss, Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgski, Phantasiestücke Opus 12 von Robert Schumann, Estampes von Claude Debussy, Vogelkatalog von Olivier Messiaen und Klavierstück Opus 9 von Karlheinz Stockhausen.

Anneliese Bollengraben-Hülsenbeck

* 1920
† 2007

1920 in Wuppertal-Elberfeld geboren, studierte Anneliese Bollengraben-Hülsenbeck von 1937 bis 1941 an der Meisterschule des deutschen Handwerks in Wuppertal, wo sie mit Auszeichnung als Gebrauchsgrafikerin abschloss. Danach unterrichtete sie dort Kostümkunde und folgte 1943 dem ehemaligen Direktor der Meisterschule, Professor Theodor Paul Etbauer, an die Staatliche Meisterschule für das gestaltende Handwerk in Salzburg. Kostümkunde, Kunstgeschichte und Gebrauchsgrafik waren die Schwerpunkte ihrer dortigen Lehrtätigkeit. Angeregt durch den ebenfalls in Salzburg lehrenden Maler Max Peiffer-Watenphul begann sie mit Malerei.

1947 kehrte Anneliese Bollengraben-Hülsenbeck nach Wuppertal zurück und unterrichtete bis 1962 als Dozentin für Kostümkunde, Modegrafik und Kunstgeschichte an der Werkkunstschule. Von 1948 bis 1950 arbeitete sie zudem als Grafikerin in der Werbeabteilung der Märkischen Seifenindustrie Witten/Ruhr. 1954 heiratete sie den Grafiker und Künstler Horst Bollengraben (1926-1997). Ab 1962 war sie selbstständig im Bereich Industriewerbung sowie auch journalistisch tätig. Ein Augenleiden schränkte die künstlerische Arbeit dann aber stark ein.

Erst nach einer Augenoperation 1976 begann Anneliese Bollengraben-Hülsenbeck eine weitere künstlerische Schaffensphase. Eine erste Einzelausstellung fand 1983 in der Backstubengalerie in Wuppertal-Elberfeld statt, zudem war die Künstlerin in vielen Gruppenausstellungen vertreten, etwa solchen der von ihr mitbegründeten Künstlergruppe BRAK. 1994 wurden Werke von ihr und ihrem Mann in einer Ausstellung in der Sparkasse Wuppertal gezeigt. Eine letzte Werkschau fand 2004 im Lutherstift Wuppertal statt. Anneliese Bollengraben-Hülsenbeck starb 2007 in Wuppertal.

Horst Bollengraben

* 1926
† 1997

Horst Bollengraben wurde 1926 in Solingen geboren. An der Werkkunstschule in Wuppertal erhielt er seine Ausbildung u.a. bei Hans Schreiber. Die Meisterschule in Salzburg führte ihn als Assistenten von Theodor Paul Etbauer. In Wuppertal war er tätig als selbständiger Werbegrafiker. Nach 1980 wendet er sich verstärkt der freien Kunst zu.

Zum Nachlass Horst Bollengraben bei der Stiftung Seelsorge gehören Kreidearbeiten. Die Arbeiten mit der Bezeichnung „Strukturen“ lassen für den Betrachter viel Spielraum der Phantasie. Vielfache Linien ergeben keine eindeutige Form und erscheinen dennoch geordnet. Farben im Verlauf und kontrastierend rufen unterschiedlichste Eindrücke auf.

Horst Bollengraben verstarb 1997 in Wuppertal.