Neue Orgel für die JVA Wuppertal

Wo trifft man heute in den Kirchen rund 130 Männer, die mitsingen und mitbeten? Klar – im Dom oder in der Justizvollzugsanstalt.

Für die Gottesdienste in der JVA Wuppertal (Simonshöfchen) fehlte es an einer „richtigen“ Orgel, um den Gesang zu begleiten und zu führen. Pastoralreferent Martin Böller fand in Prof. SK Dr. Hans-Joachim Oehm (1935-2014) einen kongenialen Partner. Ohm, der als Wuppertaler Orgelsachverständiger immer für die originalen Pfeifenorgeln eingetreten ist, hat hier zum ersten Mal in seinem Leben für ein elektronisches Instrument plädiert – so überzeugt war von seinem Klang.

Prof. Oehm hat auch die unterschiedlichsten Personen und Organisationen für die Sicherstellung des Ankaufpreises zusammengebracht. Das Stiftungszentrum des Erzbistums Köln als Verwalter für die Helmut Müller-Brühl Stiftung, die Stiftung Seelsorge für Wuppertal, die Katholische und Evangelische Kirche der Stadt und die Service Clubs haben in einheitlichem Handeln den Kaufpreis zusammen getragen.

Mit einem furiosen Konzert wurde die Orgel im Juni 2012 in Dienst genommen. Die neue, elektronische Orgel ersetzt die aus dem alten Gefängnis am Bendahl mitgebrachte Orgel der Wuppertaler Firma Koch; erhalten blieb dabei der historische Prospekt mit den verkupferten Orgelpfeifen.