Ein Moment der Ewigkeit

10jähriges Bestehen der Stiftung Seelsorge Wuppertal


Das Anliegen des Stifters dauerhaft weiterzutragen und dieses aktiv zu unterstützen, ist Aufgabe einer Stiftung. Nicht mehr als einen Augenschlag bedeuten in diesem Zeitfenster zehn Jahre. Dennoch hat die Stiftung Seelsorge Wuppertal allen Grund zum Feiern.

Es begann 2007 mit dem großzügigen Spendenwunsch der Wuppertalerin Karola Leiser-Frohn. Diesen ließ sie durch einen Berater Pfarrer Michael Grütering ausrichten. Und genau für diese mögliche Situation der Stunde X hatte Pfarrer Grütering alles vorbereitet: So überraschte er den Berater mit seiner Gegenfrage, ob Karola Leiser-Frohn bereit sei, das Geld mit selbiger Zweckbestimmung – Unterstützung der Jugend und Senioren – in eine Stiftung zu investieren. Zwanzig Minuten später lieferte Grütering die dazu notwendigen Unterlagen. Denn seine Situations-Bilanz ergab: Stiftungen sichern nachhaltig Mittel für seelsorgerische Aufgaben. Denn der Stifterwille gilt ewiglich.

„Stiftungen sind auch ein Medium für Menschen, die der Institution Kirche kritisch gegenüber stehen. Hier haben sie die Möglichkeit, ihre persönlichen Anliegen vor Ort zu unterstützen,“ kommentierte Pfarrer Grütering.

So errichtete er die Stiftung bewusst auf Basis bürgerlichen Rechts, obwohl die Stiftung sich kirchlichen seelsorgerischen Zwecken widmet. Auch die Grundidee des Stiftens sei kirchlich; sie etablierte bereits im frühen Mittelalter die Pflege und Versorgung von bedürftigen Kranken.

Der Stiftung ein Gesicht geben

Eine Stiftung ist eine abstrakte juristische Einrichtung. Die Gründerin Karola Leiser-Frohn ist 2013 verstorben. Doch eine Stiftung lebt von den Menschen, die sich für sie engagieren und auch von den Menschen, die von der Stiftung profitieren. Bei der 10-Jahres-Feier fanden beide Seiten zusammen und gaben der Stiftung ihr Gesicht.

Der Notar Prof. Dr. Wolfgang Baumann erläuterte die juristischen Aspekte des Stiftens und stand den Fragen der Teilnehmer Rede und Antwort. Zustiftungen seien die Gegenwaffe zum andauernden Niedrigzins. In diesem Bereich hat Stiftung Seelsorge Beachtliches geleistet: In den zehn Jahren ihres Bestehens hat die Stiftung ihr Stammkapital mit rund 600 000 Euro mehr als verzwölffacht.

„Stiftung als kreative Zukunftsgestaltung“ lautete das Motto der Veranstaltung. So lässt sich das Kuratorium stets etwas einfallen, um weitere Mittel für die Stiftung aufzubringen. Kunst-Auktionen und Stehrömkes-Märkte sind einige dieser Aktionen. „Der Erlös ist dabei nicht alles, was zählt. Genau so wichtig ist die Begegnung, das Miteinander füreinander erlebbar und greifbar zu machen“, betont Grütering.
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Die Stiftung Seelsorge, Wuppertal, unterstützt die Arbeit in den katholischen Kirchengemeinden der Stadt Wuppertal. Sie führt nicht in eigener Verantwortung Projekte durch, sondern trägt durch Mittelbeschaffung zum Gelingen bei.

Frau Karola Leiser-Frohn (+2013) hat 2007 den Grundstock für die Stiftung gelegt. Der Kirchenvorstand der Gemeinde St. Michael hat aus der Stiftung Funckenberg ebenso zu gestiftet wie der Kirchenvorstand der Gemeinde Christ König aus der Stiftung Davipont und das Katholische Ferienwerk Wuppertal.

So wurden die beiden Schwerpunkte der Unterstützung „Jugend“ und „Senioren“ gesetzt. Einzelne private Stifterinnen und Stifter haben ihre Beiträge und Ideen eingebracht. Die Namen der Stifterinnen und Stifter werden auf dem Friedhof Liebigstraße dauerhaft bewahrt, auch wenn die Personen nicht dort bestattet worden sind.

Anträge auf Unterstützung dürfen die Seelsorger und Seelsorgerinnen der Wuppertaler katholischen Gemeinden und die Vertreter der pfarrlichen Gruppen und Gruppierungen stellen.

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Am 13. Dezember war ein fürchterliches Wetter. Es war so nass! Das hat die Verantwortlichen der Stiftung Seelsorge nicht daran gehindert, einen weiteren Stehrömkes-Markt in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde und der Katholischen Jugend Agentur zu veranstalten. Aus vielen Spenden hatten sie einen wahren Berg von Dingen zusammen getragen.

Nur gingen an dem Tag wenig Menschen am Schaufenster vorbei. Am Ende des Tages blieben 75,00 € zu Gunsten des Fördervereins der Katholischen Hochschulgemeinde übrig. Das ist etwas weniger als der halbe Satz einer Krankenversicherung für ein Semester für eine/n Studierende/n. Also müssen wir im neuen Jahr noch einmal ran, um den Rest zu verdienen.
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Der diesjährige Stehrömkesmarkt in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde und der Katholischen Jugendagentur hat den beteiligten Ausrichtern wieder einmal Freude gemacht. Lange schon vorher waren sie mit dem Einholen der anzubietenden Ware beschäftigt. Das Sortieren vor Ort war dann der spannende Moment: Was muss wo platziert werden, damit wir möglichst viel verkaufen können? Und das Handeln - so einige Talente wurden dabei offenbar.

Für den Förderverein der Katholischen Hochschulgemeinde können wir einen Betrag von mehr als 300 € bereitstellen. Das versetzt den Hochschulseelsorger Klaus Große-Rhode in die Lage etwas mehr an Hilfe zu gewähren, vor allem für ausländische Studierende für deren Krankenversicherung.

Feierlicher Empfang zum 10-jährigen Bestehen der Stiftung Seelsorge

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Im Oktober 2007 hat Frau Karola Leiser-Frohn im Namen ihres verstorbenen Mannes Adolf Leiser die Stiftung Seelsorge ins Leben gerufen. Das bedeutet für 2017 ein 10-jähriges Bestehen!

Wir wollen das feiern mit vielen Interessenten. Sie sind dazu eingeladen am
6. Oktober 2017 um 17 Uhr zum Imbiss und einem Vortrag mit dem Thema "Stiftung als kreative Zukunftsgestaltung" von Prof. Dr. Wolfgang Baumann. Die Veranstaltung findet statt im Gästehaus der Universität Wuppertal, Rainer-Gruenter-Str. 3, 42119 Wuppertal.
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28. September 2017, 18.30 Uhr Messfeier mit Generalvikar Dr. Dominik Meiering im Hochchor des Kölner Domes. Anschließend Buffet. (Für die Erzbischöfliche Stiftung)

15. Oktober 2017, 17.00 Uhr Konzert "Orgel+" in der St. Thomas Morus Kirche in Mettmann. (Für die Anneliese Zemlin Stiftung)

27. Oktober 2017, 16.00 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Jerzy Machnacz "Leben und Wirken der Edith Stein" im Kloster der Karmelitinnen in Köln. (Für die Edith Stein Stiftung)
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Christen aus arabischen Ländern haben in unserer Stadt neues Leben in die Kirche St. Petrus gebracht. Der Ortsteil Laaken konnte das Ensemble von Kirche und Gemeindezentrum nicht mehr unterhalten. Jetzt ist wieder Kinderlärm zu hören. Die Stiftung Seelsorge hat die Gründung mit einer finanziellen Hilfe begleitet.

Auch im Jahr 2017 kann die Stiftung aus den Erlösen des "Dr. Hildegard Offermann Fond" einen Beitrag zur Unterstützung leisten.

Herzlich willkommen, jetzt gilt es gemeinsam zu arbeiten.

Aktuell

Mit einer weiteren Zustiftung im Dezember 2016 konnten wir die Marke von 600.000.00 € sichern!

Seit dem November 2016 gibt es einen dritten Namensfonds innerhalb der Stiftung Seelsorge. Der "Dr. Hildegard Offermann Fond" unterstützt die Seelsorge nicht in einem speziellen Bereich sondern in allen von der Stiftung betreuten Feldern. Mit dieser Zustiftung von 75.000,00 € ist das Kapital der Stiftung auf ca.600.000,00 € angewachsen.


Im Juni 2016 erfolgte eine namentliche Zustiftung in Höhe von 10.000 € für die Unterstützung der kirchenmusikalischen Arbeit in der Gemeinde St. Laurentius. Die Stifterin würde sich über weitere Zustiftungen mit gleicher Zweckbindung sehr freuen. Dieser Fonds trägt jetzt den Namen "Friedhelm, Heidrun und Christian Müller Fonds". Die Zweckbestimmung wurde erweitert für die Kirchenmusik und Instrumente in der Gemeinde St. Laurentius.



Im März 2016 errichtete Hans-Joachim Schmitz die "Westendorf-Schmitz-Stiftung" innerhalb unserer Stiftung. Der Erlös aus der "Westendorf-Schmitz-Stiftung" ist vor allem gedacht zur Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit im Bereich Barmen-Nord-Ost. Das Stiftungskapital ist somit um 30.000 € gewachsen.


Das Beispiel vom Herrn Schmitz regt auch andere Menschen an, über eine Stiftung zu Gunsten ihrer Gemeinde nachzudenken. Herzlichen Dank!

Entwicklung der Stiftung Seelsorge

Große Zahlen von Millionen Euro als Hilfen in Katastrophen kennen wir aus den Medien. Aber, können Sie sich 1.000.000,00 € vorstellen?

Was wir nachvollziehen können, das sind Zahlen wie bei der Stiftung Seelsorge.

2008 erzielte Einnahmen von 2.600 €.

2009 erzielte Einnahmen von 3.600 € und 800,00 € geleistete Beihilfen.


2010 erzielte Einnahmen von 6.000 € und 2.400 € geleistete Beihilfen.

2011 erzielte Einnahmen von 5.700 € und 5.700 € geleistete Beihilfen.

2012 erzielte Einnahmen von 13.400 € und 9.400 € geleistete Beihilfen.

2013 erzielte Einnahmen von 15.500 € und 15.200,00 € geleistete Beihilfen.

2014 erzielte Einnahmen von 14.000 € und 14.500,00 € geleistete Beihilfen.

2015 erzielte Einnahmen von 15.000 € und 15.000 € geleistete Beihilfe, zusätzlich 3.500 € Spenden.

2016 erzielte Einnahmen von 14.800 € und 12.000 € geleistete Beihilfe, zusätzlich 3.500 € Spenden.



Noch konnte die Stiftung jedes Jahr die Leistungen steigern. Das verdanken wir den Stifterinnen und Stiftern.
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Auszüge aus der Stiftungssatzung:



§ 2 - (1) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke.

(2) Zweck der Stiftung ist die Beschaffung von Mitteln zur Förderung von Bildung und Erziehung, der Jugend- und Altenhilfe, der Kunst, Kultur und Musik und mildtätiger und kirchlicher Zwecke.

(3) Der Zweck der Stiftung wird in den Gemeinden Wuppertals verwirklicht.

§ 3 - (2) Das Stiftungsvermögen kann in Immobilien, Kapitalien und Rechten oder Renten sowie in Kunstwerken bestehen. Ebenso können mobile Vermögenswerte in das Stiftungsvermögen eingebracht werden.

Die komplette Satzung der Stiftung Seelsorge finden Sie als
PDF-Datei hier.

Die Grundsätze guter kirchlicher Stiftungspraxis finden Sie als
PDF-Datei hier.
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